Von den Schwierigkeiten, Azubis für das eigene Unternehmen zu finden

Zum 01.09.2017 haben wieder einige Azubis mit der Ausbildung zum Raumausstatter/in begonnen. Viele Stellenausschreibungen blieben jedoch leider, wie in den letzten Jahren, unbesetzt. Woran das liegen kann und wie wir als Unternehmer dem entgegenwirken können bzw. müssen, möchten wir in diesem Artikel näher erläutern.

Zunächst etwas Statistik.

  • Bis Ende Juli 2017 haben sich insgesamt 512.064 Jugendliche bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet, dass sie auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Dies ist ein Anstieg von 0,5% gegenüber dem Vorjahresmonat.
  • Den Bewerbern standen bundesweit 512.242 bei der BA gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber.
  • Demgegenüber stehen momentan 179.024 unbesetzte Ausbildungsstellen.
  • Jugendliche, die lediglich über einen Hauptschulabschluss verfügen, haben kaum eine Chance auf einen direkten Einstieg in die Ausbildung. Lediglich 45% schaffen diesen direkten Einstieg.

Viel sagen diese Zahlen nicht aus. Außer vielleicht, dass zahlenmäßig eigentlich genug Azubis den offenen Stellen gegenüberstehen.

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, neue Azubis zu finden? Vielleicht sollten wir unsere eigenen Vorstellungen als Unternehmer überdenken, wie wir geeignetes Personal für uns gewinnen können. Reichen Stellenausschreibungen in der heutigen Zeit wirklich aus? Sind unsere eigenen Ansprüche als Unternehmer an den Azubi noch passend und gerechtfertigt?

Wir haben uns im Internet nach spannenden Ansätzen der Mitarbeitersuche umgesehen. Das Problem ist schließlich jedem Unternehmer, der Auszubildende einstellen will, bekannt. Wir sind auf interessante Ideen gestoßen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

  • Warum nicht schon die jungen Menschen erreichen, bevor sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verfügbar sind? Es gibt an Schulen viele Projekte, die uns Unternehmern die Chance geben, uns und unsere Unternehmen vorzustellen. Wir können die Jugendlichen in diesem Rahmen schon auf unser Unternehmen und unsere Berufung aufmerksam machen. Und das in einem für die Jugendlichen gewohnten Umfeld. Sicherlich sind die Lehrer an den Schulen auch dankbar, wenn wir direkt auf sie mit einem Projektvorschlag  im Rahmen der Berufsorientierung zugehen.
  • Wie wäre es, wenn wir uns dem Feedback unserer (vergangenen) Azubis stellen und dieses auf unseren Webseiten oder in den sozialen Netzwerken teilen? Gerne auch in Form eines Videos (dieses kann in der heutigen Zeit auch sehr einfach mit dem Smartphone selbst gefilmt werden). Was gibt es interessanteres für die jungen Bewerber, als sich schon einen ehrlichen Eindruck von unseren Unternehmen machen zu können? Ein schöner Synergieeffekt: Wir machen auch potentielle Neukunden auf unser Unternehmen aufmerksam!
  • Soziale Medien nutzen! Facebook ist eine tolle Möglichkeit, sein eigenes Unternehmen zu präsentieren und vorzustellen. Leider ist Facebook bei den jungen Leuten völlig out.  Stattdessen muss man selbst in den sozialen Medien vertreten sein, in denen sich die Jugendlichen aufhalten. Prominentester Vertreter dafür dürfte Instagram sein. Dieses Format dient allerdings nicht wirklich dazu, eine Stellenausschreibung zu veröffentlichen. Vielmehr dient es der Imagepflege des Unternehmens. Interessierte Bewerber können uns direkt über die sozialen Medien kontaktieren. Das kommt einigen sicher eigenartig vor, wenn eine Bewerbung über Instagram eingereicht wird, aber warum sollten wir nicht auch mit der Zeit gehen? Auch hier ist der positive Nebeneffekt, dass wir mit unserer Firmenpräsenz in den sozialen Medien potentielle Kunden ansprechen.
  • Langfristige Planung! Es reicht in der heutigen Zeit eben nicht mehr aus, drei Monate vor Ausbildungsbeginn die Stelle auszuschreiben. Vielmehr ist es nötig, ein aktuelles Netzwerk aufrecht zu erhalten, aus dem sich potentielle Möglichkeiten der Azubi- und Mitarbeitergewinnung ergeben.

Wir möchten dieses dieses Thema gerne mit Ihnen diskutieren und sind sehr auf Ihre Ideen und Meinungen gespannt. Kontaktieren Sie uns doch gerne auf Facebook: https://www.facebook.com/Berliner.Innung/

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Comments
One Response to “Von den Schwierigkeiten, Azubis für das eigene Unternehmen zu finden”
  1. Firma Dirk Erichsen gibt es doch garnicht mehr !

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