Titelthema der Berliner Wirtschaft: Glänzende Geschäfte

Als das Haus seine erste Blüte erlebte, wurde Charleston getanzt, trafen sich Künstler im Romanischen Café, gastierte Jazz-Sängerin Josephine Baker im Nelson-Theater am Kurfürstendamm. Unweit des Nobel- Boulevards der Goldenen Zwanziger betrieb Bankier Max Zellermayer das Hotel am Steinplatz. In den Suiten der Luxusherberge residierten gern russische Adelige und Intellektuelle, geflohen nach der Oktoberrevolution. Familie Zellermayer selbst wohnte im fünften Stock, wo sich jetzt ein edler Spa-Bereich mit zwei Saunen und einem Fitnessraum befindet. Tochter Ilse, die im Hotel aufwuchs und es später weiterführte, spielte hier mit dem noch jugendlichen Geiger Yehudi Menuhin Tischtennis oder beobachtete heimlich Gräfinnen, wie sie ungeniert mit ihren Pekinesen dinierten. „Bei uns war die Welt zu Gast“, sagt die heute 96-jährige Ilse Zellermayer.
Nun ist die Welt wieder zu Gast im Hotel am Steinplatz. Das Haus, das zuletzt als Seniorenheim diente und danach leer stand, wurde Ende 2013 wiedereröffnet. Für über 30 Mio. Euro hatte es ein mongolischer Investor innerhalb von drei Jahren komplett sanieren lassen. Das von der Marriott-Gruppe betriebene Haus mit 87 Zimmern und Suiten, Bar und Restaurant gehört zu den knapp 30 Berliner Luxusunterkünften der Fünf-Sterne-Kategorie – „in einer Dichte, die ihresgleichen sucht“, wie VisitBerlin-Chef Burkhard Kieker betont.
Die Hauptstadt genießt wieder den Ruf einer Luxusmetropole, vor allem unter vermögenden Auslandsgästen. Allein chinesische Touristen tragen mit ihrer Kaufkraft gut 27 Prozent zum Tax-Free-Umsatz des Berliner Einzelhandels bei. Der nimmt im Jahr etwa vier Mrd. Euro allein von Besuchern ein. „Bei Städtereisen zählt das Shopping-Angebot – neben den Highlights und der Atmosphäre einer Stadt – zu den wichtigsten Motiven“, sagt Simone Blömer, Branchenkoordinatorin Tourismus und Gastgewerbe der IHK Berlin. „Internet-Reiseportale und Reiseblogger lenken mit Tipps und Empfehlungen gezielt Touristen in europäische Shopping-Metropolen, darunter auch Berlin.“

Den vollständigen Bericht:
https://www.ihk-berlin.de/presse/Zeitschrift_Berliner_Wirtschaft/BERLINER_WIRTSCHAFT_Archiv/BERLINER_WIRTSCHAFT_2016/BERLINER_WIRTSCHAFT_12_2016/Titelthema-der-Berliner-Wirtschaft–Glaezende-Geschaefte/3570724

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