Berlins familienfreundlichste Unternehmen ausgezeichnet – Unterstützung von Vätern im Blick

Pressemitteilung der Handwerkskammer Berlin

Drei Berliner Unternehmen sind am Dienstag für ihr vorbildliches Engagement für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet worden. Die Sieger des Landeswettbewerbs „Unternehmen für Familie – Berlin 2016“, der unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, stand, wurden am Abend von der Jugend- und Familienstaatssekretärin Sigrid Klebba und der hochrangig besetzten Jury geehrt.

Aus 24 Bewerbungen von Unternehmen mit über 25.000 Beschäftigten wurde in drei Größenkategorien je ein Unternehmen ausgewählt. Die Jury berücksichtigte bei der Entscheidung unter anderem familienbewusste Arbeitszeiten und Unterstützungsangebote für die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen. Ein Augenmerk lag auch darauf, ob Väter durch Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angesprochen und erreicht werden. Der Wettbewerb fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt.

Die Auszeichnung „Unternehmen für Familie – Berlin 2016“ ging an folgende Unternehmen:

in der Kategorie 3-20 Beschäftigte:
ekon Haus- und Vermögensverwaltung (19 Beschäftigte)

in der Kategorie 21-250 Beschäftigte:
Projektron GmbH (92 Beschäftigte)

in der Kategorie ab 250 Beschäftigte:
Deutsche Rentenversicherung Bund (20.087 Beschäftigte)

Familiensenatorin Sandra Scheeres unterstrich stellvertretend für den Schirmherren des Landeswettbewerbs, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Bedeutung von familienfreundlichen Arbeitsplätzen in Berlin: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist längst schon zu einem handfesten ökonomischen Standortfaktor geworden. Ein gutes System der Kindertagesbetreuung, attraktive Lebensorte für Familien und Unternehmen, die ihren Beschäftigten ein gutes Miteinander von beruflichen und privaten Anforderungen ermöglichen: Berlin ist im zunehmenden Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte bestens aufgestellt – nicht zuletzt dank des Schulterschlusses aus Politik und Wirtschaft, für den dieser Landeswettbewerb ein schöner Beleg ist.“

Der Vorsitzende des Berliner Beirats für Familienfragen, Thomas Härtel, Staatssekretär a.D.: „Familien sind auf eine gute Vereinbarkeit von Arbeit und Sorge angewiesen – ob mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Um alle Aufgaben unter einen „Hut“ bekommen zu können, sind vor allem Flexibilität, Verständnis und Information wichtig. Besonders gut gefällt mir, dass in vielen Unternehmen, die bei unserem Landeswettbewerb mitgemacht haben, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch von den Führungskräften gelebt wird. Ihnen ist es selbstverständlich, dass die Koordinierung von Familienaufgaben zum Alltag gehört und sie leben vor, wie das in der Praxis machbar ist. Ich freue mich über die vielen Beschäftigten, die bereits von solchem Engagement profitieren und wünsche uns allen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.“

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg, Doro Zinke: „Frauen und Männer brauchen familiengerechte Arbeitsbedingungen, damit sie sich um Kinder und Angehörige kümmern, von ihrem Einkommen leben und berufliche Perspektiven haben können. Davon sind wir noch weit entfernt, und meist sind es die Frauen, die den Drahtseilakt zwischen Familie und Beruf hinbekommen müssen und dafür mit beruflichen Unterbrechungen, niedrigeren Renten und Überlastung im Alltag konfrontiert sind. Umso wichtiger sind Vorbilder, die zeigen, wie durch gute betriebliche Regelungen Erwerbsarbeit und familiäre Sorge besser unter einen Hut gebracht werden können. Flexible Arbeitszeiten und ein familienfreundliches Klima, für Väter und Mütter gleichermaßen, sind dafür sehr wichtig.“

Die Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin, Melanie Bähr: „Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein nachhaltiger betrieblicher Erfolgsfaktor. Wenn die Work-Life-Balance stimmt steigt nicht nur die Freude am Job. Die Mitarbeiter sind produktiver, fehlen seltener und bleiben länger im Betrieb. Vereinbarkeit ist keine Option, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.“

Der Geschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, Ulrich Wiegand: „Im Handwerk ist der persönliche Kontakt zu den Mitarbeiten einer der Grundpfeiler des wirtschaftlichen Erfolgs. Handwerk ist Teamarbeit. Die meisten Handwerksbetriebe haben weniger als 10 Mitarbeiter. Das bedeutet, dass Handwerksbetriebe auf das Engagement jedes einzelnen besonders angewiesen sind, um zeitnah die Kundenaufträge zu aller Zufriedenheit abzuwickeln.
Familienfreundliche Gestaltung betrieblicher Abläufe und Angebote sind von wachsender Bedeutung. Sie zeigt, dass der Betrieb sich um das Wohl seiner Mitarbeiter bemüht. Häufig sind genau diese Arbeitgeber die wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmer. Wir sehen also deutlich: Familienfreundlichkeit und unternehmerischer Erfolg gehören eng zusammen, zahlen sich am Ende aus.“

Der Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), Alexander Schirp: „Gerade im Zuge des fortschreitenden digitalen und demografischen Wandels wird es für Unternehmen immer existenzieller, gute Fachkräfte zu finden und langfristig zu binden. Unternehmen können es sich schlichtweg nicht mehr leisten, auf die Arbeitskraft gut ausgebildeter Mütter oder Väter zu verzichten. Immer mehr Unternehmen engagieren sich deshalb für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit ihren Programmen und Initiativen zeigen die am Landeswettbewerb beteiligten Unternehmen in vorbildlicher Weise, wie dies in ganz unterschiedlichen betrieblichen Situationen passgenau gelingen kann und setzen wichtige Impulse für den weiteren Ausbau einer familienfreundlichen Personalpolitik.“

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