So organisieren Sie Ihr Lager

In vielen Unternehmen sind die Lager die Schwachstelle im Produktionsprozess: zu viel sammelt sich an, niemand hat mehr den Überblick, es gibt kaum noch Platz für Neues, teurer Platz wird von Altem/ Kaputtem/ aus der Mode Gekommenem belegt und es werden Dinge gehortet, die man vielleicht, eventuell später total gut gebrauchen kann – oder auch nicht. So werden im Lager Geldwerte gebunden und die Betriebskosten für das Lager steigen.

Foto: KFM

Foto: KFM

Der erste Schritt auf dem Weg zu optimalen Lagerbeständen ist das Erfassen des Ist-Zustandes: Räumen Sie auf,  misten Sie aus und sorgen Sie dafür, dass das vorhandene Material übersichtlich und optimal für den schnellen Zugriff gelagert wird. Für perfekte Übersicht sorgen Systemregale, Sichtkästen, oder Kleinteilmagazine. Sortieren und Beschriften Sie alle Artikel nach Artikelgruppen und weisen sie gegebenenfalls entsprechende Farben zu – so finden Sie Gesuchtes schnell.

Um Ihr Lager nun zu optimieren, müssen Sie verhindern, dass Sie Artikel horten, die Sie nicht in naher Zukunft brauchen werden. Hier braucht es Disziplin – und Mut für Veränderung! Häufig macht sich niemand die Mühe, auf der Basis des Verbrauchs und der Wiederbeschaffungszeit sinnvolle Bestands- und Bestellmengen festzulegen. Tun Sie das, um zu erfassen, welche Artikel welchen Umschlag bei Ihnen haben. Nur so können Sie sinnvoll planen.

Artikel, die mit kurzer Lieferzeit zu beschaffen sind, müssen nicht in hoher Menge gelagert werden.

Verwalten Sie Ihre Artikel beispielsweise mit einem sogenannten KANBAN-System. Wann immer ein Mitarbeiter die vorletzte (drittvorletzte, … je nachdem, wie es um Ihren Verbrauch und die Lieferzeit des Artikels steht) Packung des Artikels anbricht, muss er die  Besorgung der vorher festgelegten Menge an neuen Artikeln veranlassen.

Teure Artikel mit langer Lieferzeit, die fertigungsrelevant sind, bedürfen dagegen einer laufenden Überwachung und dürfen nicht einfach dem Lager entnommen werden. Stattdessen muss hier jede Entnahme erfasst und weitergeleitet werden. Das muss nicht unbedingt aufwändig sein: ein  Lagerort, zu dem nur eine begrenzte Zahl von Mitarbeitern Zugang hat, vereinfacht die Verwaltung solcher Artikel in aller Regel schon enorm. Wichtig ist , dass das System als solches intern freundlich kommuniziert wird, damit nicht der Eindruck entsteht, es herrsche Misstrauen und die Kollegen würden von nun an kontrolliert werden.

Generell gilt: Überstürzen Sie nichts: Verschaffen Sie sich zunächst einen guten Überblick über Verbräuche und Lieferzeiten, bevor Sie den Bestand eines Artikels auf Dauer reduzieren. Eruieren Sie auch, welche Artikel miteinander kompatibel sind, welche Hersteller welche Rabatte anbieten und vergessen Sie hierbei nicht, Ihre Lagerhaltungskosten einzurechnen, sollten Sie sich für einen Wechsel entscheiden.

Advertisements

Sagen Sie uns Ihre Meinung.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: