Macht SEPA den Zahlungsverkehr einfacher?

SEPA steht für  „Single Euro Payments Area“ und bedeutet so viel wie einheitliches Euro-Zahlungsverkehrsgebiet und soll in Zukunft dafür sorgen, dass es bei Zahlungsaufträgen keinen Unterschied mehr macht, ob man national oder in eines der teilnehmenden EU-Länder überweist, bzw. Lastschriften einreicht.

Statt wie bisher per Unterschrift oder in elektronischer Form, stimmen Sie zukünftig einem Lastschriftverfahren per sogenanntem SEPA Mandat zu.

Statt Kontonummer und Bankleitzahl gibt es ab 1. Februar 2013 die IBAN (International Bank Account Number, internationale Bankkontonummer), eine 22stellige Buchstabenzahlenkombination .

Die Umstellung ist für Sie aber gar nicht so groß, wie Sie jetzt möglicherweise befürchten: Ihre bisherigen Daten werden lediglich um Ländercode und Prüfziffer erweitert.

Sollten Sie internationale Überweisungen tätigen wollen, geben Sie zusätzlich zu Ihrer IBAN noch den BIC (Business Identifier Code) an. Dabei handelt es sich um einen international standardisierter Bank-Code (vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland), mit dem Zahlungsdienstleister weltweit eindeutig identifiziert werden.

 

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Dauerüberweisungen werden dankenswerterweise von den jeweiligen Kreditinstituten angepasst.

Lastschriftverfahren benötigen dagegen etwas Vorbereitung:

Zunächst beantragen Sie Ihre persönliche Gläubiger-Identifikationsnummer bei der Deutschen Bundesbank unter www.glaeubiger-id.bundesbank.de .  Hierbei handelt es sich um eine kontounabhängige und eindeutige Kennung, die den Zahlungsempfänger als Lastschrift-Einreicher zusätzlich identifiziert. Dem Lastschriftverfahren stimmen beide Seiten, Sie als Zahlungsempfänger und der Zahlende, mit Ihrer persönlichen Kennung zu.

Durch diese Änderung wird nicht nur der europaweite Zahlungsverkehr vereinfacht, sie bedeuten auch mehr Sicherheit für Sie als Kunde: Fehlbuchungen sollen dadurch verringert und eventuelle Falschbuchungen schneller und einfacher rückgängig gemacht werden.

Damit die Umstellung reibungslos verläuft, räumen die Banken einen gewohnten Ablauf bis zum 1. Februar 2016 ein.

 

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Allerdings empfiehlt es sich, das neue Verfahren im Hinterkopf zu haben – denn Sie sollten einige Änderungen, bzw. Aktualisierungen vornehmen:

– in Ihren AGBs

– auf relevanten Drucksachen, allen voran Ihren Rechnungen.

 

Um auf die Ausgangsfrage zu kommen: SEPA macht den Zahlungsverkehr zunächst nicht unbedingt einfacher- aber sehr viel besser nachvollziehbarer.

 

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.sepadeutschland.de

 

 

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