Zukunft…händerringend gesucht

Uns als Innung liegen Gegenwart und Zukunft unseres Handwerks nicht nur am Herzen, sondern mitten drin! Wir setzen uns für die Aus- und Weiterbildung ein und machen uns bei unseren Betrieben dafür stark, eben auch das Wagnis einzugehen, auszubilden.

 

via http://pixabay.com/de/schule-schwarz-gr%C3%BCn-gliederung-73497/  - creative commons license via google images

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Erst vor 14 Tagen wurde der neue Berufsbildungsbericht veröffentlicht. Die positive Nachricht: Die Ausbildungsmarktsituation ist für junge Menschen in Deutschland weiterhin gut. Die schlechte Nachricht: Etwa ein Drittel der ausbildungswilligen Betriebe konnte ihre freien Stellen nicht besetzten. Bei Klein- und Kleinstbetrieben sind es sogar 42 % der Ausbildungsplätze, die leer geblieben sind. – Und das, obwohl die Ausbildungsbetriebsquote, d.h. der Anteil der Ausbildungsbetriebe an allen Betrieben, weiter gesunken ist (2008: 24 %, 2009: 23,5 %, 2010: 22,5 %,  2011: 21,7 %).

Auch unserer Facebook-Seite gibt es immer wieder Stellenanzeigen zu lesen, aktuell sucht beispielsweise Kollege Liedtke einen Azubi – aber auch zuverlässige Gesellen sind Mangelware: Kollegen Schön würde einen nehmen (natürlich ganz egal, ob männlich oder weiblich) und auch andere Raumausstatter klagen darüber, dass es an Fachkräften fehlt.

Warum  nun immer weniger Fachkräfte ausgebildet werden, hat verschiedene Gründe: Zum einen verlassen demographisch bedingt immer wenige Jugendliche die Schule, zum anderen divergieren die Erwartungen von Jugendlichen und Ausbildern auseinander – Wir kennen einige Berichte von Kollegen über mangelhafte Bewerbungen, fehlender Motivation bis hin zu mangelndem Talent für unsere Arbeit. Daneben darf man auch nicht vergessen, dass viele Bewerber gerade erst 16 Jahre alt und manches Mal nicht verantwortungsbewusst genug sind, um eine Stelle auch im zweiten Lehrjahr noch halten zu wollen (Da in Berlin Kinder mittlerweile bereits mit 5 eingeschult werden, ist dies wahrscheinlich ein Problem, was bleiben und sich verstärken wird).

Die Regierung will nun entgegensteuern, indem ausländische Lehrlinge gefördert werden, wie bspw. die FAZ meldet. Wenn man Bedenken ob Vergütung und Sprachkenntnissen beiseite lässt, mag das für die Besetzung der Ausbildungsplätze möglicherweise sinnvoll erscheinen -perspektivisch allerdings ist fragwürdig, ob diese in Deutschland ausgebildeten Fachkräfte dann auch weiterhin in Deutschland zur Verfügung stünden. Vielmehr erscheint es erstrebenswert, die Jugendliche auf attraktive Berufe vorzubereiten, die dann in eine ebenso attraktive Zukunft münden. Wie genau das in dem bestehenden System möglich ist, wissen wir allerdings leider auch nicht.

An dieser Stelle möchten wir auch gerne nochmals auf die Ausbildungsbörse unter http://www.zvr-info.de aufmerksam machen  – Und wenn Sie Herrn Liedtke oder Frau Schön weiterhelfen können, wär‘ das auch schon ganz prima ;-).

 

 

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2 Responses to “Zukunft…händerringend gesucht”
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  1. […] sie, werter Leser dieses Blogs, es bald nicht mehr hören: Wir brauchen Nachwuchs. Wir wollenLehrlinge. Ohne Jugend keine Zukunft – immer und immer wieder beschäftigt uns hier das Thema mitsamt […]

  2. […] möchtest das Handwerk das Raumausstatters und Sattlers erlernen – das finden wir spitze und helfen Dir in diesem Blogbeitrag gerne dabei, dich etwas besser mit den Schritten zurecht zu […]



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