Beihilfen für die eigene Wohnung

Lehrlinge, die für ihre Ausbildung einen Ortswechsel in Kauf nehmen müssen, werden finanziell unterstützt
Das wochenlange Suchen nach einem Ausbildungsplatz im Heimatort hat nichts gebracht. Den passenden Job gibt es nur in einem anderen Bundesland. Das bedeutet den Auszug aus dem Elternhaus – und mehr Kosten. Viele können sich das nicht leisten. Abhilfe soll in solchen Fällen die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) schaffen Sie ist für Auszubildende gedacht, die während der Lehre nicht bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist, erklärt Adriana Galunic von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg.
Gegenstück zum Bafög
Sie ist quasi das Gegenstück zum Bafög im Lehrberuf. Allerdings werde diese Beihilfe nicht bei schulischen Ausbildungen gezahlt, sagt Ingo Kolf vom Deutschen Gewerkschaftsbund in Berlin. Darunter falle etwa die Ausbildung zum Physiotherapeuten. „Eine Förderungslücke:“
Auch Auszubildenden, die älter als 18 Jahre sind und mindestens ein Kind haben, steht die Förderung zu, wenn sie bisher in der Nähe des Elternhauses wohnten und wegen der Ausbildung wegziehen müssen. Gleiches gilt für Azubis, die verheiratet sind oder waren. Die Beihilfe müssen die Azubis bei der Agentur für Arbeit beantragen, so Galunic.
Die Beihilfe sollte vor Beginn der Ausbildung beantragt werden. Doch auch Spätzünder bekommen die Förderung. „Allerdings wird sie rückwirkend längstens vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Leistungen beantragt worden ist“, erläutert Galunic. Wen die Ausbildung am 1. September beginnt, aber der Auszubildende erst am
21. Oktober Beihilfe beantragt, bekommt er die Hilfe rückwirkend ab dem 1. Oktober bewilligt.
Voraussetzungen
Um die Beihilfe zu bekommen, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. In der Regel werde nur die erste Ausbildung gefördert, so Jorg-Günther Grunwald vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn. In Ausnahmefällen komme die Beihilfe auch für eine zweite Ausbildung in Betracht. Azubis, die wegen ihrer Lehre in einer eigenen Wohnung leben, erhalten 341 Euro Grundbedarf, 146 Euro Mietpauschale und einen Zuschlag von bis zu 72 Euro, soweit die Mietkosten 146 Euro übersteigen. Machen sie eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme und wohnen in einer eigenen Wohnung, stehen ihnen 383 Euro Miete und Grundbedarf zu. Außerdem können sie maximal 72 Euro Zuschlag erhalten, soweit die Miete 57 Euro übersteigt. dpa

Quelle: Berliner Morgenpost, dpa

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